Stolpersteine: Ainslie und Peter Hepburn besuchen die Cäci

Am Donnerstag, dem 1. Oktober, besuchten Ainslie und Peter Hepburn aus Brighton erneut unsere Schule und erzählten dem 10. Jahrgang von Peters Familie. Die Hartogs lebten in der Bismarckstraße, wo heute Stolpersteine an sie erinnern. Die Töchter Lore und Inge überlebten in England, die Eltern Hermann und Henny wurden 1942 in Auschwitz ermordet. Die Hepburns berichteten auch von ihrer Spurensuche in Deutschland und Frankreich und appellierten an die SchülerInnen, nicht wegzusehen: „Nichts zu tun, ist nie eine Option. Jeder Schritt zählt, also geht ihn." Auf die Frage, ob sie manchmal auch wütend auf die Deutschen seien, antworteten beide klar mit Nein. Wütend mache sie jedoch das weltweite Erstarken rechtsextremer Kräfte und die Ausgrenzung bestimmter Gruppen. Der Mord an den europäischen Juden habe nicht mit den Gaskammern begonnen, sondern mit Wegsehen und Passivität. Menschen, die der Familie damals halfen, habe es gegeben – doch da sei es schon zu spät gewesen. Deshalb gelte: Erhebt eure Stimme, und zwar gemeinsam. Bei der anschließenden „Teatime" mit der Stolpersteingruppe blieb Zeit für persönliche Gespräche. Spätestens zur nächsten Stolpersteinverlegung freuen wir uns auf ein Wiedersehen.