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27. Februar 2021

Gute Luft entscheidend –Maske stört nicht sehr

Konzentrationsspiele Team aus Wilhelmshaven testet Lernbedingungen für Jugend forscht-Wettbewerb

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Kann man sich mit Maske im Unterricht genauso gut konzentrieren wie ohne? Welchen Einfluss hat das Lüften darauf, wie gut Schüler lernen können? Das haben sich Inga Kurz, Alina Hormann und Timon Settekorn aus der Klasse 8c der Cäcilienschule in Wilhelmshaven gefragt. Um Antworten darauf zu finden, haben sie Tests mit ihren Mitschülern durchgeführt.

In ihrem Jugend forscht – Schüler experimentieren-Projekt haben 206 Mädchen und Jungen Konzentrationsspiele absolviert – und zwar unter verschiedenen Bedingungen: In einem Durchlauf war die Luft gut und die Schüler hatten keine Maske auf. Ein weiteres Mal war die Luft gut, aber die Kinder trugen eine Maske, wie sie wegen Corona üblich ist. Auch bei schlechter Luft bearbeiteten die Schüler die Aufgaben mit und ohne Maske.

Maske stört Jüngere

Wie erwartet, waren die Ergebnisse in einem frisch gelüfteten Raum wesentlich besser als in einem schlecht gelüfteten. Das hängt damit zusammen, dass der CO2- Gehalt in einem schlecht gelüfteten Raum mit vielen Kindern drin stark ansteigt. Unser Körper kann dann nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen. Den Sauerstoff brauchen wir aber zum Denken.

Insgesamt zeigte sich, dass die Ergebnisse ohne Maske besser waren als mit Maske. Allerdings war die gute Luft wichtiger. So arbeiteten die meisten Schüler bei guter Luft mit Maske besser als bei schlechter Luft ohne Maske. „Man kann also durchaus beim Lernen im Klassenraum eine Maske tragen. Wenn dabei für eine sehr gute Belüftung gesorgt wird, ist diese Kombination nicht schädlich für das Konzentrations- und Lernvermögen“, folgern Inga, Alina und Timon.

Mit Maske können sich vor allem jüngere Schüler schlechter konzentrieren als ohne Maske. Der Unterschied war bei den Klassen 5 bis 7 am deutlichsten. In den Klassen 8 bis 10 war er nicht mehr so ausgeprägt. Bei den Oberstufenschülern erzielten sogar ziemlich viele mit Maske bessere Ergebnisse als ohne. „Das hat uns schon überrascht“, sagt Alina.

Auch wenn gerade jüngere Mädchen und Jungen in ihren Tests mit Maske schlechter abschnitten als ohne, fin-den Timon, Alina und Inga, dass es gut ist, im Unterricht Masken zu tragen, damit nicht so viele krank werden.

Gewöhnungseffekt

„Außerdem haben wir die Tests im Herbst 2020 gemacht. Da waren wir das Masketragen noch nicht gewohnt. Vielleicht wäre der Unterschied mit und ohne Maske jetzt nicht mehr so deutlich“, vermutet Timon. „Schließlich hatte der Mund-Nase-Schutz schon in unseren Tests kaum negative Auswirkungen auf die Schüler der Klassen 11 bis 13“, ergänzt Inga. „Und außerdem ist die gute Luft der wichtigste von uns untersuchte Faktor für optimale Lernbedingungen.“

 

NWZ, 27.Februar 2021